Category Archives: Geographie

Erlangen – eine erlebnis- und ergebnisreiche Exkursion für unsere diesjährigen Abiturienten

  • Erlangen2
  • Erlangen3
  • Erlangen4
  • Erlangen5
  • jquery image slider
  • Erlangen1
javascript image slider by WOWSlider.com v8.8

Willkommen in Erlangen! Getreu diesem Motto zeichnet sich Erlangen durch ein besonders nachhaltiges, gesellschaftlich kohärentes und solidarisches Stadtbild aus. Weltunternehmen wie Siemens tragen zu Arbeit und Wohlstand bei. Die Stadt selbst sorgt für angemessenen Wohnraum, für öffentliche Plätze, soziale Einrichtungen für alle Bevölkerungsschichten, Fahrradmobilität und stabile Ökosysteme innerhalb der Stadt.

Ausgehend davon erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe ein umfangreiches Detail- und Methodenwissen zu den Themenbereichen Migration, Segregation, Konversion und Nachhaltige Stadtentwicklung. Über den Hugenottenplatz verlief die Exkursionsroute ins dicht bebaute Studentenviertel in der Markgrafenstadt aus der Jahrhundertwende, hin zum recht naturnahen, traditionellen Villenviertel am Burgberg bis zum ehemaligen Militärgelände Röthelheimpark, das man ab Mitte der 90er zu einem nachhaltigen Stadtviertel umplante und im Sinne einer modernen, kompakten, grünen und gleichzeitig durchmischten Stadt umgestaltete. Den Schlusspunkt der Route bildete das „ältere Arbeiterviertel“ Anger (B. Schug).

Ganz fleißig wurde von den Schülerinnen und Schülern bei mildem Frühlingswetter in jedem der genannten Stadtviertel kartiert oder aus Statistiken zu Familienstand, Staatsangehörigkeit, Migrationshintergrund, Bevölkerungsbewegungen, Haushaltstypen, Wohngebäuden der ein oder andere geographisch relevante Rückschluss gewonnen und ausführlich diskutiert.

C. Sauer, B. Schug, T. Liepert

 

Geographie-Wettbewerb „Diercke Wissen 2019“

„Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie.“
Immanuel Kant 

Das Schulfach Geographie fungiert als Bindeglied zwischen den Natur-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaften und widmet sich aktuellen Themen wie Ressourcen, Klimawandel und Migration. Entsprechend breit waren auch die Aufgabenstellungen, denen sich die Schüler der 8. und 10. Jahrgangsstufen beim Wettbewerb „Diercke Wissen“ auch dieses Jahr stellten. Unter der Leitung von Frau Schug und Frau Merkel führten die Fachschaft und das Studienseminar Geographie schon zum 15. Mal den mit über 300 000 Teilnehmern bundesweit größten Schülerwettbewerb des Faches am OMG durch. Auf Klassenebene waren Elena Reusch (8a), Lena Kinne (8b), Stella Wilhelm (10a), Hanna Ledermann (10b) und Lea Amthor (10E) die besten Geographinnen. Unter diesen Gewinnern wurde in der zweiten Runde die Schulsiegerin ermittelt. Hier setzte sich Lena Kinne klar durch und erhielt die Weiterleitung auf die Landesebene. Bei den Fragen des Wettbewerbs, die auch immer eine sehr anspruchsvolle Kartenaufgabe enthalten, muss jedoch angemerkt werden, dass sie sich auf keinen bestimmten Lehrplan beziehen und zum Erreichen der vollen Punktzahl deutlich größeres Wissen erwartet wird als im Geographieunterricht angesichts der geringen Stundenzahl vermittelt werden kann. Bei der Siegerehrung zeigte sich Herr Kreutzmann beeindruckt vom hohen Niveau der Testaufgaben und erfreut über die guten Leistungen der anwesenden Siegerinnen. Neben einer Urkunde aus der Hand des Schulleiters erhielten die Klassenbesten Buchgutscheine vom Elternbeirat, die vom Vorsitzenden Axel Schöll persönlich überreicht wurden. Auch stellte sich Herr Schöll im Wettstreit mit den versammelten Klassensiegern einer weiteren Preisfrage, für die er einen zusätzlichen Sonderehrenpreis ausgelobt hatte. Die Schulsiegerin erhielt außerdem eine Mercator-Gedächtnis-Medaille aus einer Stiftung des ehemaligen Elternbeiratsvorsitzenden Herrn Stretz.

Barbara Schug

Im Dezember in die Tropen?

  • IMG_4236
  • IMG_4237
  • image slider
  • IMG_4235
html5 slideshow by WOWSlider.com v8.8

Eine Exkursion in den Botanischen Garten macht`s möglich!

 

Direkt am Tag nach Nikolaus trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8b am Schweinfurter Hauptbahnhof, um die regnerische Vorweihnachtszeit Schweinfurts für einen Schultag einzutauschen. Und zwar gegen z. T. ähnlich feuchtes, aber durchaus wärmeres Klima, nachgestellt in den Treibhäusern des Botanischen Gartens der Universität Würzburg. Staunend betraten wir den Tropenwald Amazoniens und begriffen wortwörtlich mit unseren Händen, wie sich Orchideen über samtweiche Luftwurzeln mit Wasser versorgen oder wie Bananenbäume über ihre riesigen Blätter Licht selbst in den unteren Stockwerken des Waldes aufnehmen können. Der Nebelwald der Anden überraschte uns mit einer Vielzahl an kleinblättrigen Farnen und sich gegen Kälte schützende Polsterpflanzen. Während die wasserspeichernden Sukkulenten in Afrika gemeinhin als Wolfsmichgewächse bezeichnet werden, so zählen sie in Amerika zu den Kakteen, den Euphorbien. Ohne sie anzufassen, konnten wir feststellen, dass sie deutlich weniger Stacheln haben als ihre afrikanischen Verwandten. Dass ein Elefantenfuß, der über Jahre hinweg mit dem am Fuße des Stammes gespeicherten Wasser überleben kann, einem Elefantenfuß zum Verwechseln ähnlich sieht, bemerkten wir, als wir beinahe über ihn stolperten. Den Abschluss der Veranstaltung legte unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin des botanischen Instituts in den Bereich der tropischen Nutzpflanzen. Jeder verstand mit einem Blick auf den Kakaobaum, warum dieses Gewächs zu den Stammblütlern zählt. Dass Kakaobohnen nach der Fermentierung ohne Zusatz von Milch oder Zucker eher etwas bitter schmecken, das wussten einige von uns bis zu diesem Tag noch nicht und waren daher sehr überrascht – im positiven Sinne. Ein ganz herzlicher Dank ergeht an die Schülerinnen und Schüler, die mit den Guides im Botanischen Garten über das Klima, die Vegetation und ihre Anpassungsstrategien diskutierten sowie den Kolleginnen und Kollegen, die uns an diesem Tag ihren Unterricht für diesen tollen Ausflug überließen.  

C. Sauer und Tobias Maywald

 

 

 

Störtebekers W-Seminar in der FH-Bibliothek

  • bild_02
  • jquery image carousel
  • bild_01
css image slider by WOWSlider.com v8.8

Dass man im W-Seminar Literatur suchen, sichten, auswerten muss, um daraus seine eigenen Gedanken zu einem bestimmten Thema aufs Papier zu bringen, das ist mittlerweile jedem klar, der die Oberstufe des Gymnasiums besucht. Dass man dabei tatkräftige Unterstützung hat, davon konnte sich das W-Seminar im Leitfach Geografie am 15.11.2018 überzeugen. In einer effektiv gestalteten Schulung lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man in einer Bibliothek nach Monografien, Zeitschriften, E-Books, Statistiken und Aufsätzen recherchiert, um möglichst schnell und gezielt für sein Thema an Informationen zu gelangen. Hinzu kommt, dass wir einen riesigen Pluspunkt mit der Lage unseres Gymnasiums neben der FH Schweinfurt haben: Innerhalb von zwei Minuten ist man dort in der Bibliothek und kann seine per Fernleihe bestellten Bücher kostenlos abholen oder dort einsehen, scannen oder ausleihen. Den Bibliotheksausweis gab es als Give-away am Ende unseres Besuchs dazu. Dann kann es ja bald mit dem Schreiben losgehen…  

C. Sauer

 

Tourismus und Naturschutz – gegen- oder miteinander?

„Miteinander!“ lautete das überwiegende Fazit des Expertenvortrags für die fünf Geographiekurse der Oberstufe. Referentin war Lisa Majewski, eine ehemalige Schülerin des OMG (Abitur 2011). Ihr Studium der Geographie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg schloss sie mit Bachelor und Master ab. Neben ihrer Tätigkeit in der Lehre führt sie als Doktorandin am Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung seit 2017 ein Forschungsprojekt über die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in deutschen Schutzgebieten durch, das sie den anwesenden Schülern vorstellte.

Zunächst erläuterte sie uns die unterschiedlichen Kategorien von Großschutzgebieten, nämlich Naturparks, Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservate, ihr eigentliches Spezialgebiet. Diese Biosphärenreservate wie z. B. das in unserer Rhön oder auch die Elbelandschaft sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, die in verschiedene Zonen gegliedert sind. Majewski berichtete mit anschaulichem Bildmaterial von ihren Untersuchungen und Befragungen der Touristen in diesen Gebieten, die sie im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz durchführte. Über Zeiträume, Motive für den Besuch, benutzte Verkehrsmittel, bevorzugte Aktivitäten und das jeweils in der Region ausgegebene Geld wurden Tausende von Daten erhoben, Statistiken und Diagramme erstellt, die zur Weiterentwicklung der Schutzgebiete verwendet werden können. So wurde klar, dass beispielsweise das Biosphärenreservat Rhön typischerweise von Tagesgästen besucht wird, die häufig auch die Nebensaison nutzen, da dann das Wetter für Wanderer günstiger ist. Konkurrierende Flächenansprüche wie z. B. zwischen Land- oder Forstwirtschaft und Naturschutz wurden ebenso thematisiert wie die auftretenden Umweltbelastungen durch die überwiegende Nutzung privater PKWs bei der Anreise. Während der Präsentation und bei der Beantwortung der Schülerfragen wurde klar, dass vor allem peripher gelegene ländliche Räume von der Einrichtung anerkannter Schutzgebiete ökonomisch profitieren, da sie dann touristisch gezielter vermarktet und regionale Wirtschaftskreisläufe geschlossen werden können, was letztlich dann auch Arbeitsplätze sowie direkte und indirekte Einkommen schafft.

Lara, Oshini und Mona, Barbara Schug

Zeigt her Eure Füße …

  • 20181016_082931
  • 20181016_085316
  • 20181018_092237
  • jquery image carousel
  • 20181018_092840
javascript carousel by WOWSlider.com v8.8

Im Rahmen der Projektwoche zur Nachhaltigkeit errechneten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a in einer webbasierten Unterrichtseinheit ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck und verglichen ihn mit dem viel kleineren von jungen Menschen aus Ghana. In Kleingruppen erarbeiteten sie Maßnahmen, ihren eigenen Fußabdruck an geeigneten Stellen zu verringern (Ernährung, Wohnen, Mobilität, Konsum). Abschließend befassten sie sich mit dem aktuell noch ungelösten Konflikt um das nordrheinwestfälische Braunkohlegebiet „Hambacher Forst“ unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

Barbara Schug mit 8a

 

Studienseminar Geographie befasst sich mit der Schweinfurter Altstadtsanierung

Mit dem Leiter der Sanierungsstelle Richard Riegler erkundeten die Teilnehmer des Studienseminars Geographie des Olympia-Morata-Gymnasiums die Anstrengungen der Stadt Schweinfurt in den vergangenen Jahrzehnten, ihre Altstadtbezirke wieder lebenswert zu gestalten. Für viele Bewohner unattraktiv geworden, hatte die Schweinfurter Altstadt zwischen 1950 und 1980 einen dramatischen Rückgang der Bevölkerung von annähernd 8000 auf nur noch rund 2800 zu verzeichnen. Mit den Mitteln der Städtebauförderung konnte die Stadt jedoch seit Ende der 1970er Jahre den weiteren Verfall und Bedeutungsrückgang der Altstadt stoppen und diese als Wohn-, Arbeits- und Erlebnisraum aufwerten, und zwar sowohl durch Erhaltung und Sanierung historischer Bausubstanz als auch durch attraktive Neubauten mit zeitgemäßer Ausstattung.

Von der Dachterrasse des Rathauses aus verschafften sich die angehenden Geographielehrer mit ihrer Seminarlehrerin Barbara Schug einen ersten Überblick über die verschiedenen Sanierungsgebiete der Stadt. Danach führte Riegler die Gruppe an mehrere Standorte, die teilweise wie die sogenannte „südliche Altstadt“ um den Schrotturm schon abgeschlossen sind oder sich noch in der Entwicklung befinden, wie etwa die Krumme Gasse und der Obere Wall. Die beiden Studienreferendare waren von den Erfolgen der Stadtsanierung nach dem beispielhaften „Schweinfurter Modell“ sehr beeindruckt und lobten die sensible Sanierung von Baudenkmälern, aber auch das für Schweinfurt typische unverkrampfte und oft innovative Nebeneinander von Alt und Neu. So spiegelt sich z.B. der zur Stadtbibliothek umfunktionierte Ebracher Hof aus dem 15. Jahrhundert facettenreich in den großen Fenstern des Hauptzollamts aus dem 21. Jahrhundert und steht dem ebenso modernen Gebäude des Georg-Schäfer-Museums direkt gegenüber. Große Anerkennung fanden auch die Bemühungen zur fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt, die Konzeption der sogenannten „Wohnhöfe“, die das soziale Miteinander der Altstadtbewohner fördern, sowie die nahezu durchgehende „Grünverbindung“ um das Stadtzentrum. Ein Abstecher an die neu gestaltete Mainlände mit dem Jugendgästehaus, dem Stadtstrand und dem geodätischen Referenzpunkt verdeutlichte die jüngste Öffnung der Stadt hin zu ihrem Flussufer.

(Bericht: Barbara Schug, Studienseminar Geographie, Foto: Carola Treiber)