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„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“ (Roman Herzog, ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland)

Im Max Mannheimer Studienzentrum haben Jugendliche die Möglichkeit, die Geschichte des Konzentrationslagers Dachau in kleinen Seminaren unter Anleitung von eigens dafür ausgebildeten Fachkräften kennenzulernen.


Ende Februar sind die 9. Klassen auch dieses Jahr nach Dachau gefahren, um vor Ort die Geschichte des dortigen Konzentrationslagers, welches das erste Konzentrationslager der Nationalsozialisten war, über den Unterricht hinausgehend zu erforschen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in vier Kleingruppen, in denen am ersten Tag zunächst allgemein auf die Geschichte des Nationalsozialismus eingegangen wurde, bevor dann das KZ Dachau unter unterschiedlichen Aspekten wie etwa der Biographie einzelner Häftlinge oder der menschenverachtenden Lagerordnung genauer betrachtet wurde.


Am zweiten Tag folgte dann für alle Schülerinnen und Schüler ein Besuch der Gedenkstätte, bei dem die teils noch erhaltenen historischen und teils rekonstruierten Gebäude und Anlagen besichtigt wurden. Sie hatten die Möglichkeit, sich die unzähligen Ausstellungsstücke anzusehen, Baracken und auch die dortige Gaskammer sowie das Krematorium zu betreten und jegliche Fragen von den geduldigen, kompetenten Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern beantwortet zu bekommen.
Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich bewegt von den Schicksalen der Häftlinge und der unvorstellbaren Grausamkeit, mit der Menschen hier gegen ihre Mitmenschen vorgingen. Ihnen wurde klar, wie wichtig es ist, gegen menschenverachtende Haltungen und Parteien einzustehen und sich für den Erhalt der Menschenrechte und der Demokratie einzusetzen.


Sebastian Popp