Wie inszenieren zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler den Menschen? Welche Rolle spielen Haltung, Umgebung und Farbigkeit für die Wirkung eines Porträts? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Kunst im Halbjahr 13/2.
Ausgehend von Werken unter anderem von Kehinde Wiley, Bo Bartlett, Nicole Eisenman, Mark Maggiori und Logan Hagege analysierten sie unterschiedliche Positionen der Gegenwartsmalerei. Ein selbst gewähltes Werk wurde anschließend zur Grundlage einer eigenen künstlerischen Auseinandersetzung: Durch das bewusste Einfügen der eigenen Person in die bestehende Bildkomposition entstand ein individuelles Selbstporträt im Spannungsfeld zwischen Vorbild und persönlichem Ausdruck.
Das Projekt eröffnete einen intensiven Zugang zu Fragen von Identität, Inszenierung und Selbstwahrnehmung. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie aus der Auseinandersetzung mit einem bestehenden Werk eine eigenständige künstlerische Arbeit entstehen kann.