Am 07.01.26 kamen wir, die Q12, gegen 13 Uhr am Heiligenhof in Bad Kissingen an. Dort durften wir für die nächsten Tage in die Rolle der Außenminister verschiedener EU-Länder schlüpfen und EU-Politik probieren.
Der erste Tag war sehr interaktiv gestaltet und geprägt von Quizzen und Filmen zur EU sowie der Einführung in das Planspiel. Planspielstart war am darauffolgenden Tag. Nacheinander zogen wir jeweils ein Kärtchen, welches mit der Flagge eines EU-Mitglieds bedruckt war. So fanden wir uns in den entsprechenden Rollen und in Gruppen von drei Personen als Vertretung eines Landes wieder. Neben diesen gab es zwei hohe Vertreterinnen der EU, die die Sitzung zum Thema „Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ leiteten. Die Begeisterung, Motivation und der Ehrgeiz unsererseits waren während der Diskussionsrunden unübersehbar, teilweise vielleicht sogar etwas zu viel des Guten.
Den ganzen Prozess bis hin zur Kompromissfindung bezüglich eines gemeinsamen Antrags unterschätzten die meisten von uns sehr. Ein erster gemeinsamer Antrag scheiterte; erst nach langen Debatten konnte ein Kompromiss erzielt werden. Es ist eine große Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit eine neue Position im Zuge der zugewiesenen Rolle einzunehmen, mit der sich manch einer persönlich überhaupt nicht identifizierte. Aber genau das ist es, was das Planspiel so spannend und interessant macht. Der Antrag zur europäischen Rüstungsindustrie wurde zum Glück im ersten Anlauf angenommen.
Das Planspiel war zeitweise sehr anstrengend, trotzdem machte es viel Spaß, miteinander zu diskutieren und einen Einblick in die harte politische Arbeit zu bekommen. Der Heiligenhof ist ideal gelegen und das Wetter umrahmte die Tage perfekt. Die Waldwege waren wunderschön verschneit und die Abende verbrachten wir als Q12 gemeinsam im Schnee, ganz wie in der Kindheit.
Abschließend lässt sich sagen, dass diese drei Tage eine gelungene Abwechslung zum normalen Schulalltag waren und uns noch lange in schöner Erinnerung bleiben werden. Für die Ermöglichung dieser besonderen Art des Lernens und der guten Zeit sind wir sehr dankbar, denn das ist nicht selbstverständlich.
Lana Labadi, Anastasia Grauer