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Durch das Wirrwarr des Klimawandels…

…kämpften sich rund fünfzig Schülerinnen und Schüler der Q12 am Anfang des Schuljahres. Am 2. Oktober fand für die Geographiekurse der 12. Jahrgangsstufe in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Walter und seinem Team von der THWS der „Climate Fresk Workshop“ statt, während dem ein riesiges Klima-Puzzle gelöst werden musste.


Gestartet wurde mit der Frage, welche Rolle Bildungsträger wie Schulen oder Universitäten im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen. Dabei kamen die Schülerinnen und Schüler schnell zu dem Schluss, dass (Weiter)Bildung essentiell ist, um zum einen über Ursachen und Folgen des Klimawandels aufzuklären sowie Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen, zum anderen aber, um innovative Ideen der CO2-Speicherung oder der Klimaanpassung zu entwickeln.


Anschließend teilten sich die beiden Geographie-Kurse auf zwei Klassenzimmer auf, in denen bereits große Gruppentische für das folgende Klima-Puzzle bereitstanden. In mehreren Spielrunden erstellten die Schülergruppen mit vorbereiteten Karten ein riesiges Wirkungsgefüge, das Ursachen und Folgen des Klimawandels veranschaulicht. Gerade aufgrund des Karten-Wirrwarrs auf den Tischen wurde den Jugendlichen schnell bewusst, wie komplex die Thematik ist und dass sich viele kleine Rädchen mitdrehen, wenn an einer Stellschraube gedreht wird. Viel diskutiert wurde dabei v. a. das Thema Geo-Engineering, mit dessen Hilfe zum Beispiel Wolken über sehr trockenen Gebieten künstlich zum Abregnen gezwungen werden können. Prof. Dr. Walter wies in diesem Zusammenhang jedoch darauf hin, dass diese Maßnahme zwar vielversprechend klinge, die Manipulation von Wolken an einem Ort aber unvorhersehbare Ausmaße auf das weltweite Klima haben könne, die Folgeprobleme oder internationale Konflikte nach sich ziehen.


Während einer gemeinsamen Abschlussrunde wurden Ideen gesammelt, was wir als Privatpersonen gegen den Klimawandel tun könnten. Das Team der THWS diskutierte mit den 12.-Klässlern vor allem die Umsetzbarkeit und die Effektivität der Maßnahmen. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Politik mit Aufforstungsprojekten oder einem Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel viel bewirken kann, aber auch jede/jeder Einzelne von uns durch den sparsameren Umgang mit unseren Ressourcen, den Kauf fairer, regionaler und saisonaler Lebensmittel oder den Verzicht auf Fleisch etwas zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen kann.

Britta Soens